Sprache und Integration bei russischsprachigen Migranten in Deutschland
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Samenvatting
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF, Note: 1,0, Universität Potsdam (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Sprachenpolitische Dimensionen der mehrsprachigen Gesellschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu Beginn sollen die Relevanz und Aktualität der Arbeit erörtert werden. Das Thema ist insofern von großer Bedeutung, da die Integrationsdebatte in Deutschland in letzter Zeit viel Interesse und Aufmerksamkeit seitens der Politiker und Wissenschaftler verschiedenster Richtungen geweckt hat. Wie trägt die Aneignung von Sprache des Aufnahmelandes zur Integration der Immigranten in dieses Land bei? Können gesellschaftliche und sprachliche Integration gleichgesetzt werden? Wer trägt die Verantwortung dafür, dass die Integration der Menschen mit Migrationshintergrund gelingen kann? Was sind Immigrantensprachen und wie charakterisiert sich der Sprachgebrauch im Einwanderungskontext? Welche Rolle spielt die Erstsprache des Migranten im Integrationsprozess? Das sind Fragen, die ich in der vorliegenden Arbeit in Bezug auf die russischsprachigen Migranten in Deutschland näher betrachten möchte. In der Einführung werde ich die Bedeutung von Sprache im Integrationskontext allgemein erläutern. Dafür stütze ich mich im Wesentlichen auf die theoretischen Überlegungen des deutschen Soziologen Hartmut Esser (2006), Kai-Uwe Beger (2000) sowie Hans-Jürgen Krumm (2004). Im Folgenden wird auf den russisch-deutschen Sprachgebrauch in Deutschland und auf die in diesem Zusammenhang in der Forschung beobachteten Phänomene eingegangen. Dabei werde ich die statistischen Daten aus dem Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zur Konstellation der russischsprachigen Migranten in Deutschland zusammenfassend anführen. Die Faktoren, die die Ausprägung der russisch-deutschen Zweisprachigkeit im Migrationskontext beeinflussen, werden nach Achterberg (2005) erläutert. Des Weiteren wird auf die daraus entstehenden Folgen für den russisch-deutschen Sprachgebrauch stützend auf Protassova (2007) und Brehmer (2007) näher eingegangen. Zum Schluss möchte ich das Projekt des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim „Sprachliche Integration von Aussiedlern“, dass 1992 bis 1998 unter der Leitung von Prof. Dr. Katharina Meng durchgeführt wurde, kurz vorstellen. In der Zusammenfassung werde ich noch einige Fakten und Überlegungen zur Integrationsdebatte in Deutschland anführen. Dafür verwende ich den Artikel von Christoph Schroeder (2007), in welchem u. a. die Ergebnisse zu den bisherigen Erfahrungen mit den Integrationskursen in der BRD dargestellt werden.
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